Expeditionsseereisen ins Reich der Eisbären

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Varsolbukta

Die größte Attraktion in der Varsolbukta ist die große Krabbentaucherkolonie. Zudem gibt es größere Flächen, die mit Moostundra bewachsen sind, hier halten sich gerne Rentiere auf. Die Tundra wird durch hunderttausende Krabbentaucher bestens gedüngt. An verschiedenen Stellen sind auch Überreste menschlicher Aktivitäten zu finden.
Die Varsolbukta ist nach dem Kutter Varsol benannt. Das Schiff wurde von der norwegischen Spitzbergen-Expedition im Jahr 1914 eingesetzt. Im zeitigen Frühjahr kommen Gänse in der Varsolbukta an, um zu brüten oder vor der Weiterreise nach Nordspitzbergen und Grönland zu rasten. Trübes Wasser mit vielen Untiefen ist charakteristisch für die Uferbereiche der Bucht.
Am Ingeborgfjellet, gleich nördlich von Camp Millar, liegt eine große Krabbentaucherkolonie. Die Vögel nisten in kleinen Hohlräumen in Geröllhalden.
In der Varsolbukta stehen drei Gebäude, die von See aus gut erkennbar sind. Sie sind alle mit der Geschichte der Northern Exploration Company verbunden. Im Jahr 1906 nahm der britische Prospektor und spätere Chef der NEC Ernest Mansfield den Bellsund in Besitz. Eines der Gebäude in der Varsolbukta ist Camp Bell. Es wurde als Ausgangspunkt zur Erkundung von Gold- und Platinlagerstätten im Jahr 1908 errichtet und Mansflield überwinterte hier 1908/1909. Im Jahr 1910 errichtete Mansfield östlich von Camp Bell zwei weitere Gebäude und nannte sie Camp Millar. Der Eingang zum Prospektionsstollen liegt nur rund 150m vom Ufer entfernt am Millarodden.
Die Gebäude, die von NEC in der Varsolbukta errichtet wurden, sind baugleich mit den Gebäuden in London (Blomstrandhalvoya) im Kongsfjorden. Die Gebäude werden vom Gouverneur von Spitzbergen instand gehalten.