Expeditionsseereisen ins Reich der Eisbären

Expeditionsseereisen ins Reich der Eisbären

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Gashamna

Gashamna ist eine relativ große und offene Bucht an der Südseite des Hornsund. Neben Überbleibseln aus der Walfängerzeit finden sich zahlreiche weitere Spuren menschlicher Aktivitäten, so auch Spuren der russischen und norwegischen Trapper und die Überreste einer der ersten großen internationalen Arktisexpeditionen.
Gashamna ist der beste Ankerplatz im südlichen Hornsund. Das Land besteht aus großen vegetationsfreien Geröllflächen und Schwemmland. Die kulturellen Überbleibsel befinden sich überwiegend auf Geröllflächen und sind stark der Erosion ausgesetzt.
Die ältesten Spuren menschlicher Aktivität stammen aus der Walfängerzeit um 1600 bis 1700. Es gibt Ruinen von zwei großen Walfangstationen, eine an jeder Seite des Schwemmlandes. Vermutlich waren beide Stationen von Engländern errichtet worden und in der Zeit zwischen 1618 und 1650 in Gebrauch. An der östlichen Walfangstation gibt es Reste eines Hauses, eines Blubberofens und einen kleinen Friedhof mit 12 Gräbern. Die westliche Station liegt auf einer Strandterrasse. Im Laufe der Zeit wurden Teile der Station vom nahen Fluß fortgerissen und im Jahr 1933 fand eine Notausgrabung statt, um die Überreste zu dokumentieren und soweit möglich zu retten. Weitere Ruinen liegen weiter vom Fluß entfernt, hier sind Tranöfen, Gräber und Gebäudereste besser erhalten.
Eine große russische Forschungsstation entstand 1899 / 1900 im Zusammenhang mit der Meridianbogen-Expedition. Sie wurde nur für diese eine Expedition genutzt und dann dem Verfall überlassen. Nur 15 Jahre nach der Expedition standen nur noch einige Mauern, nicht zuletzt, weil in der Ruine des Labors eine Trapperhütte errichtet wurde, für deren Bau auch Material der Station genutzt wurde. Bereits 1935 soll die Station weitgehend verschwunden gewesen sein, darauf deuten Berichte aus dieser Zeit hin. Die Trapperhütte wurde weiter genutzt, ist heute aber in schlechtem Zustand.